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Der [Schnee] Berg

Eindrücke - Erlebtes - Überliefertes

von Karl Tisch
Auflage 1. Auflage
Hardcover
264 Seiten; zahlreiche farbige Abbildungen; 265 mm x 229 mm
2018 Kral, Berndorf
ISBN 9783990246849

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Der Schneeberg ist der nördlichste und zugleich auch der östlichste Zweitausender der Alpen.Seine Größe und sein Anblick machen ihn zu etwas Besonderem und lassen ihn weit bis in die Pannonische Tiefebene hinein sichtbar werden. Gerade an klaren und kalten Tagen dominiert er mit seiner Größe das Panorama in südwestlicher Richtung von Wien aus. Auch in der kalten Zeit, wenn Inversionswetterlage herrscht und Nebel aus den Tälern weit hinauf zieht, ist es der Schneeberg, der zu den wenigen Gipfel gehört, welche die Sonne wärmt.
Es ist nicht allein die Höhe, welche die Magie dieses Berges ausmacht. Stets präsentiert er sich weiß, im Winter vom Schnee, im Sommer vom sonnengebleichten Kalkstein. Von alters her bestimmte das seinen Namen: Schneeberg. Der Berg, der schon immer Leute aus Nah und Fern beeindruckte und in seinen Bann zog.

Noch im 19. Jahrhundert galt der Schneeberg als sehr schwierig zu besteigen. Und nicht wenige Bergsteiger mussten damals ihre Expeditionen bei schlechtem Wetter abbrechen und umkehren. Mit der Erschließung des Berges durch Hütten und vor allem durch der Bau der Zahnradbahn nahm die Zahl der Bergsteiger und Touristen rasant zu. Immer mehr Literatur erschien über den Schneeberg, erst Reiseberichte, dann richtige Wanderführer. Und immer mehr Menschen unterschätzten den Berg, der damals wie heute jährlich seine Opfer fordert. Vor allem plötzlich auftretende Wetterumschwünge, aber auch schneereiche Winter, vor allem aber die meist mangelnde Erfahrung und unzureichende Ausrüstung sind die Gründe.

Das Morgenrot, das den Himmel im Osten brennen lässt - Goldene Sonnenaufgänge, die den Berg zum Glühen bringen - Eindrucksvolle Sonnenuntergänge, die mit ihrem Abendrot am Horizont ein unvergleichliches Alpenglühen bewirken - Der Sommer, der die Almwiesen zum Blühen bringt - Der Winter, der mit Kälte, Schnee und Eis den Anraum- auch Rauheis genannt- formt und so den Berg in dichtes, bizarr geformtes Weiß einhüllt und verzaubert.

All diese Eindrücke und Phänomene, überliefert von der Geschichte und erzählt in vielen Episoden und Geschichten, festgehalten in eindrucksvollen Aufnahmen vom Schneeberg und seiner Umgebung, ergänzt durch historisches Bildmaterial, machen dieses Buch so besonders und einzigartig. Es unterscheidet sich dadurch von allen anderen Schneebergbüchern unserer Zeit.

Der Schneeberg Koarl Der gelernte Tischler und jetziger Verschublokführer bei der ÖBB Karl Tisch wurde 1970 im Schneebergdörfl, als viertes von fünf Geschwistern geboren. Die Eltern betrieben eine kleine Landwirtschaft, der Vater arbeitete zusätzlich als Kesselschmied bei der Zahnradbahn in Puchberg am Schneeberg. So war für Karl der Kontakt zum Berg und zur Natur schon von frühester Kindheit an gegeben. Mit dem Vater konnte er mit den sogenannten "Arbeitszügen" der Zahnradbahn sehr zeitig in der Früh - und noch abseits des touristischen Trubels - mit auf den Berg fahren und das alltägliche Treiben da oben verfolgen und miterleben. Das so entstandene Interesse am Wandern und Bergsteigen brachte den jungen Karl schon mit 15 Jahren zur Puchberger Bergrettung wo er zusätzlich die technischen Grundlagen erlernte die auch zum Klettern, Schitourengehen und natürlich zum Bergen und Retten verunglückter Personen nötig sind. Sein Interesse und sehr viel investierte Freizeit brachten ihn zu verschiedenen Ämtern und Arbeiten, die er mit großem Engagement ausfüllte und bis heute ausübt. Seine Arbeit als Berg- und Flugretter, Einsatz- und Ortsstellenleiter der Bergrettung Puchberg brachten ihm sehr viele Erfahrungen. Und durch die Ausbildungen zum "hochalpinen Lehrwart" sowie zum "Wetter- und Lawinenmelder" für das Land Niederösterreich, konnte er unzählige Wander- bzw. Schitouren im hochalpinem Gelände durchführen und miterleben. Erst später entwickelte sich die Leidenschaft für das Fotografieren. Nach und nach wurden die eher zufällig dahin "geschossenen" Bilder ausgefeilter - die Motive bewusster gewählt und in Szene gesetzt. Die Techniken dazu bracht Karl sich selbst bei und seit dem Erwerb seiner ersten Spiegelreflexkamera ist er unermüdlich unterwegs um die Atmosphäre am Berg, die unterschiedlichen Stimmungen und schönen Dinge und Momente fest zu halten. Vor allem die Aufnahme des perfekten Sonnenauf- und Unterganges läßt unseren Hobbyfotograf nicht los und treibt ihn immer wieder sehr zeitig noch im Finstern oder bis spät in die Nacht, mit seinem schweren Rucksack hinauf um rechtzeitig seine Gerätschaft in der richtigen Position aufgebaut zu haben - immer in der Hoffnung dass nicht Wind und Wetter und vor allem Wolken Ihm einen Strich durch die Rechnung machen. Mit dem so entstandenen Bildmaterial und den passend dazu genau nachrecherchierten Daten und Fakten, Geschichten und "Gschichterln" über das Leben und Treiben auf "seinem" Schneeberg entwarf Karl die Mulitmediaschau.