Eine wirklich günstige Fügung aus dem Wunsch, wieder einmal ein Kochbuch aus unserem eigenen Kral Verlag vorzustellen, und der Tatsache, dass der Nachbar im entfernten Waldviertel einen Hecht abzugeben hat, haben zu dem neuesten Kral kocht Beitrag geführt 😊.
Toni Mörwalds "Das österreichische Fischkochbuch"
In Toni Mörwalds „Das österreichische Fischkochbuch“ findet ihr eine reiche Auswahl an Rezepten zum Thema Süßwasserfische aus Seen und Flüssen. Wildsaibling, Hecht, Forelle, Äsche, Karpfen, Alpenlachs…Fische, soweit das Auge reicht!
Ich habe mich für das Hechtpörkölt entschieden.
Der Name kommt aus dem Ungarischen und ist bei uns im Zusammenhang mit Gulasch
bekannt (solange es nicht mit Rahm zubereitet ist…sagt Wikipedia 😉).
Für das Hechtpörkölt brate ich zuerst
Paprika an, die danach in einer Sauce aus Wein (ich habe Gemüsebrühe verwendet)
und Fischfond etwas eingekocht werden. Zusammen mit etwas Schlagobers wird das
Gemüse danach zu einer dicken Sauce püriert. Die angebratenen Zwiebelstücke
geben noch einen zusätzlichen Geschmackskick ab!
Den Hecht schneide ich in Würfel (und plage mich
dabei etwas mit den Gräten, die sitzen ganz schön fest) und brate sie in Butter
und Olivenöl heraus. Danach sollen sie noch ins Backrohr um Angebraten zu
werden. Lasst diesen Schritt auf keinen Fall weg…die Fischwürfel werden so
schön knusprig und schmecken noch besser 😊.
Zuletzt kommen die restlichen Paprikastücke in die
Pfanne, zusammen mit den Speckscheiben werden sie kurz und scharf angebraten.
Bei den Kräutern habe ich mich für Thymian,
Rosmarin und Bohnenkraut entschieden …weil im Rezept keine Angabe war, hab ich
nach Bauchgefühl ausgesucht. Das ist sowieso oft das Allerbeste beim Kochen!
Im Rezept werden auch noch angebratene
Erdäpfelwürfel zubereitet. Ich könnte jetzt so tun, als ob ich auf die Kalorien
verzichten hätte wollen…tatsächlich habe ich schlicht und einfach vergessen,
Erdäpfel zu kaufen. 😉
Das Hechtpörkölt schmeckt wirklich gut, und die eingedickte Paprikasauce hat mich sehr überrascht: schnell und einfach zubereitet passt sie wunderbar zum Fisch! Hübsch anzusehen am Teller UND es zergeht auf der Zunge…unser „Hausbarometer“ hat 10 von 10 Punkten angezeigt: noch vor dem Mittagessen war nichts mehr übrig 😂 und der liebe Nachbar musste sich mit dem Foto begnügen…
Fazit
Falls Ihr Euch bis jetzt noch nicht mit dem Thema
Fisch beschäftigt habt, empfehle ich Euch dieses Kochbuch wärmstens! Die
Rezepte sind gut beschrieben, es gibt kompliziertere und einfachere zur
Auswahl. Auch bei den Fischsorten könnt Ihr aus einer breiten Palette
auswählen. Toni Mörwalds „Das Österreichische Fischkochbuch“ ist DAS Basiswerk
für alle Fischliebhaber:innen.
Das Buch haben wir natürlich in St. Gabriel lagernd und hier bekommt ihr es in unserem Online-Shop.
